1692
Wilhelm setzt den Hochlandclans eine Frist bis zum 6. Januar, um den Lehens- und Treueeid zu schwören. Nachdem der Clan MacDonald of Glencoe diesen 5 Tage zu spät ablegt, wird ein blutiges Exempel an ihm statuiert.
Glencoe
Nachdem Angehörige des Clans Campbell das im Hochland heilige Gastrecht tagelang genossen hatten, massakrierten sie 38 Clanmitglieder, darunter Frauen, Greise und Kinder. Überlebt haben jene, denen die Flucht in die eisigen Höhen der umliegenden Gebirgszüge gelang. Seit dieser Zeit heißt das Tal in Schottland "Tal der Tränen".

1695 Die Bank of Scotland wird gegründet.

Das schottische Parlament erläßt ein Gesetz zur Gründung der "Company of Scotland Trading to Africa and the Indies", später wurde sie "Darien Company" genannt. Obschon es eine schottische Gesellschaft war, war der Sitz in London und wurde bekannt als "Scottish East India Company in England". Ein Etat von 400.000 Pfund wurde bereitgestellt, etwa die Hälfte des gesamten schottischen Staatsvermögens. Da in Schottland keine Möglichkeit bestand die für die Expedition nötigen Schiffe bereitzustellen, wurden drei Schiffe in Amsterdam und Hamburg geordert.

1698 Am 12. Juli 1698 stach die Flotte mit 1.200 Siedlern in See und erreichte am 3. September 1698 Acla, welches in Caledonia umbenannt wurde, an der Landenge in Panama, ein Fort mit Namen St. Andrews sowie eine Stadt mit Namen New Edinburgh wurden gegründet. Ziel war es, den Transport von Indien nach Europa über diese Landbrücke abzukürzen (was ja später durch die Schaffung des Panama-Kanals auch gelang).

Man unterschätzte jedoch die Interessen der Spanier in der Region. Bereits im Februar 1699 kam es zu ersten Kampfhandlungen in deren Folge eines der drei schottischen Schiffe genommen wurde. Ein Gesuch in Edinburgh nach Unterstützung blieb ohne Erfolg und so entschied man sich, heim zu segeln. Von den 900 überlebenden Siedlern starben 150 weitere auf dem Rückweg und nur ein Schiff erreichte Schottland. Zeitgleich mit der Rückreise wurde bereits eine zweite Flotte auf den Weg gebracht, die jedoch aufgrund einer spanischen Seeblockade gar nicht erst in Südamerika ankam.

Als Folge dieses gescheiterten Wirtschaftsunternehmens wurde es den Unionisten leicht gemacht, die Vereinigung von Schottland und England zu propagieren. Die englische Krone sagte den Aktionären der Darien-Company zu, die Verluste von rund 400.000 Pfund aus der englischen Staatskasse auszugleichen - so ließ sich Schottland seine vor rund 400 Jahren hart erkämpfte Freiheit vom Erzfeind abkaufen.

1707 Unter Queen Anne wird am 29. April das erste Parlament von Großbritannien proklamiert, dass durch die Union mit Schottland (Zusammenlegung der Kronen, Auflösung des schottischen Parlaments, Abschaffung des schottischen Kronrates und der schottischen Verwaltung). Den Schotten werden im Unterhaus 45 Abgeordnete, im Oberhaus 16 zugestanden. Die schottische Bevölkerung steht nicht vollends hinter dieser Entscheidung, vieles spricht für Korruption bei der Auflösungsabstimmung des schottischen Parlaments.


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