| 297 |
Die
Pikten werden erstmals schriftlich erwähnt. Der römische Schriftsteller
Eumenius beschreibt die Picti und Hiberni (so wurden die Bewohner
Irlands genannt) als Feinde Britanniens. Woher der Name stammt ist
immer noch nicht ganz klar. Es ist sowohl denkbar, dass der Stamm
sich selbst so nannte (in schottischen Volksüberlieferungen ist
die Rede von den Pexa oder Pechta) oder das er auf den griechischen
Entdecker Pytheas zurückgeht, der im Jahre 325 v.Chr. die Britischen
Inseln umsegelte. Er bezeichnete die Einwohner als Priteni, was
soviel wie Bemalte heißt. Auch ihre irischen Nachbarn wiesen auf
die Körperbemalungen bzw. Tätowierungen hin, sie nannten ihre Nachbarn
Crutheni.
Es gibt reichlich Indizien dafür, dass die Pikten nicht zur keltischen
Kulturgemeinschaft gehörten. Die wenigen überlieferten Ortsnamen
können weder der Insel- noch der festlandkeltischen Sprachgruppe
zugeordnet werden. Ebenso benötigte der heilige Columba (s. 563)
einen Dolmetscher für seine Gespräche mit den Pikten. Ab dem 6.
Jh. werden sie zum dominierenden Bevölkerungsteil. |
| 4.
Jh. |
Zu
dieser Zeit häufen sich die Überfälle durch Seeräuber aus Irland,
von denen das römische Britannien ebenso betroffen ist wie Schottlands
Südwesten. Hier läßt sich auch ein Teil des irisch-keltischen Volksstammes
der Scoti aus dem Königreich Dalriada nieder und weitet seinen Einfluß
auf die Westküste und die Inneren Hebriden aus. Bedingt durch ihre
Trennung vom irischen Stammgebiet im 7. Jh. geraten die Scoti, oder
Skoten, zunächst unter die Herrschaft der Pikten. |
| 368 |
Die
Pikten und die Skoten fallen gemeinsam mit den germanischen
Sachsen in Mittel- und Südengland ein, dieser Angriff kann jedoch
zunächst erfolgreich abgewiesen werden. |
| 383
|
Kaiser
Theodosius gibt den Hadrianswall auf. |
| ca.
400 |
Sankt
Ninian bekehrt die Pikten zum Christentum. |
| 402
- 407 |
Die
ohnehin schon geschwächten römischen Legionen können dem ständigen
Druck der Skoten und Pikten nicht mehr standhalten und verlassen
Britannien. |